Juli/August 2013: Die Kampagne "Die Wende - Energie in Bürgerhand" setzt sich für die Energiewende von unten ein. Dafür stehen gerade auch die mittlerweile über 650 Energiegenossenschaften in ganz Deutschland. Wir unterstützen diese Initiative - Warum lesen Sie hier:

Die Energiewende wird vor der anstehenden Wahl hart angegangen. Dies ist zwar öffentlich nicht sichtbar, weil die Bundesregierung stets erklärt, hinter dem Projekt zu stehen. Es werden aber immer weitere Maßnahmen getroffen und vorbereitet, um die Energiewende auszubremsen. Dies geschieht, weil die etablierten Energiekonzerne durch jede neue Solaranlage und jedes neue Windrad bares Geld verlieren (weil sich die bestehenden Kraftwerke nicht mehr so gut rechnen). Aus diesem Grund setzen die Konzerne im Übrigen selbst nicht konsequent auf Erneuerbare Energien und werden es in Deutschland auch nie in nennenswertem Maße tun. Gegen den Verlust ihreres Geschäftsmodells wehren sich die Energiekonzerne jetzt mit ihrem weitreichenden Einfluss.

Die Energiewende darf aus mehreren Gründen nicht scheitern:

  • Nur Erneuerbare Energien führen aus der Kostenfalle fossil-nuklearer Energien. Während die Preise für Öl, Gas und andere Brennstoffe in den letzten Jahren explodiert sind, werden die Erneuerbaren Energien immer günstiger.
  • Die Erneuerbaren Enerigen stehen für Kostentransparenz - sind sie einmal gebaut, kosten sie kein Geld mehr. Die Wartungs- und Rückbaukosten sind in den Projekten einkalkuliert. Fossil-nukleare Energien enthalten hingegen haufenweise versteckte Kosten. Die Gesundheitsschäden durch die Emissionen, den Klimawandel, den Atommüll, das unversicherbare Risiko eines nuklearen Unfalls,... Diese Kosten betragen über 10 Cent pro kWh (Greenpeace) und wir tragen sie alle gemeinsam, nur man bekommt sie nicht als extra Posten auf der Stromrechnung ausgewiesen.
  • Fossil-nukleare Energien erzeugen eine große Abhängigkeit von den Förderländern. Dies beeinflusst nicht nur die Außenpolitik, sondern spiegelt sich auch in der Hilflosigkeit wieder, wenn die Preise für Öl, Gas oder Benzin mal wieder steigen. Erneuerbare Energien stehen für Unabhängigkeit.
  • Fossil-nukleare Energien brauchen Brennstoffe, die teuer eingekauft werden müssen. Dieses Geld fließt ab und steht einer Volkswirtschaft nicht mehr für Wertschöpfung zur Verfügung. Erneuerbare Energien stärken durch Investitionen vor Ort die lokale Wirtschaft, was sich beispielsweise schon heute in mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen wiederspiegelt. Durch Mieteinnahmen und Steuern profitieren Staat und Kommunen.
  • Die Klimadestablilsierungen, die uns heute schon zu schaffen machen, sind durch das Verbrennen von fossilen Rohstoffen entstanden. Erneuerbare Energien können Strom erzeugen ohne Treibhausgase zu generieren.
  • Fossil-nukleare Energien werden von Großkonzernen mit zentralen Strukturen erzeugt. Die daraus resultierte Oligopolbildung führt zu überzogenen Energiepreisen zu Lasten der Verbraucher. Die enge Verknüpfung mit der Politik stabilisiert dieses System und schwächt die Demokratie. Erneuerbare Energien führen zu einer Diversifizierung auf der Erzeugerseite. Dadurch werden Oligopole aufgebrochen und eine demokratische Mitsprache wird möglich. Viele lokale Energieinitiativen setzen sich für soziale Zwecke ein und verwenden Überschüsse für zukunftsweisende Projekte wie Elektromobilität oder neue Technologien.

Deswegen müssen wir uns klar positionieren. Wir brauchen mehr Erneuerbare Energien und wir brauchen sie so schnell wie möglich. Denn die Chance der Energiewende dürfen wir uns nicht entgehen lassen!

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